wooden cloud / Dakar / Vernissage

IDENTITÉ PLURIELLE ET SENS DE L’UNIVERSEL:
SEYDINA OUSMANE BOYE, INA MAKOSI, MARTIN STEINERT

Le fait que l’identité humaine soit plurielle est un syllogisme. Cette pluralité est au cœur d’une pléthore d’interrogations explorées par l’art contemporain. L’humanité est le fruit d’une complicité inter-espèce sur le plan biologique. Qu’en est-il de l’identité au sens profond ? Détenteur de la conscience de soi, l’humain définit son identité en fonction de ses expériences, de son vécu, de ses espoirs. C’est dans cette perspective que l’exposition Identités plurielles et sens de l’universel explore la question de l’identité plurielle et des espoirs de tout un chacun pour la construction d’un futur meilleur.

L’exposition réunira un artiste allemand et deux artistes sénégalais pour une synergie entre la photographie et la sculpture. Au cœur de la demeure de Senghor elle présentera une galerie des portraits de personnes aux identités plurielles, ainsi qu’une sculpture participative en bois installée sur l’espace public de la corniche et ouverte à l’intervention des passants, autour de la statue du président-poète, qui avait le sens de l’universel.

Vernissage : le vendredi 3 décembre à 19h, rendez-vous sur l’esplanade de la Corniche Ouest puis au Musée L. S. Senghor.
Exposition du 29 novembre au 5 décembre 2021.
Horaires : ouvert du mardi au samedi de 10h à 12h et de 15h à 17h.

wooden cloud / Dakar

Im November 2021 baute Martin Steinert die 8. wooden cloud in Dakar im Senegal

Auf Einladung des Goethe-Instituts in Dakar reiste Martin Steinert im September 2021 in den Senegal, um die Bedingungen für eine wooden cloud Skulptur in der Hauptstadt Dakar auszutarieren und nach einem möglichen Standort zu suchen.

Nach der Besichtigung mehrerer in Frage kommenden Orte im Zentrum der Stadt konnte man sich schnell auf einen gemeinsamen Favoriten einigen.
Eine breite Fläche direkt an der Corniche, zwischen der Straße und dem Ufer des Atlantiks, direkt neben dem Denkmal des Staatsgründer Léopold Sédar Senghor und gegenüber des nach ihm benannten Kunstmuseums.

Ein Standort, der nicht nur große Popularität genießt und von Passanten und Autoverkehr stark frequentiert ist und der Skulptur somit größtmögliche Aufmerksamkeit garantiert, sein Vorteil war auch, dass sich in unmittelbarer Nähe der Bauplatz für das neue Goethe-Institut befindet, das im nächsten Jahr gebaut werden soll.
Ein umschlossenes und bewachtes Areal mit einem gemauerten Schuppen, in dem Holz und Werkzeug gelagert werden konnten.

Die Beschaffung des Holzes war neben der Frage ob es von Seiten der Stadtverwaltung eine Genehmigung für den gewünschten Standort geben würde, die zweite große Hürde vor der Realisierung des Projektes.

Mit der Auffindung eines Holzhändlers, der gebrauchte Transportpaletten verkaufte und zerlegte war die Materialfrage schnell geklärt und die 8. wooden cloud würde die erste sein, die aus recyceltem Holz gebaut ist.

Die Baugenehmigung der Stadtverwaltung dauerte etwas länger, kam aber knapp vor dem geplanten Baubeginn, sodass Martin Steinert und sein Team am 13. November mit dem Aufbau der Skulptur beginnen konnten.
Nach drei Wochen war die Skulptur zu der sich Martin Steinert von der Form der Fischerboote inspirieren ließ, die überall and den Ufern entlang der Corniche liegen, fertig.
Am Abend des 3. Dezember wurde die Skulptur im Rahmen des Kunstfestivals ‚Partcours‘ eröffnet.

,Like a shell of a nut‘ / Augsburg

Im August 2021 baute Martin Steinert eine Skulptur auf dem Elias-Holl-Platz in Augsburg

Es war ein Auftrag des ‚Architekturmuseums Schwaben.
Martin Steinert sollte für den Garten des Museums, einer alten Villa am Stadtrand von Augsburg eine raumgreifende Holzskulptur im Stil seiner Installationen aus rohen Holzlatten entwerfen.
Während der geplanten Um- und Anbauarbeiten am Museum und der damit verbundenen Schließung sollte die Skulptur eine Art Trostpflaster wegen verschlossener Museumstüren sein.

Die Betreiber der Maxgalerie in Augsburg, das Ehepaar Anette Urban und Wolfgang Reichert, die seit vielen Jahren Skulpturenausstellungen im Garten des Museums kuratierten, konnten Martin Steinert für das Projekt gewinnen und schon im Frühjahr 2020 entstand das Modell für den Museumsgarten.

Die Realisierung der 14m langen, 5m hohen und ebenso breiten Skulptur, deren Form an eine Muschel oder Nussschale erinnert, musste wegen Corona um ein Jahr verschoben werden.
In dieser Zeit entschied der Vorstand der Architekturstiftung, die Skulptur nicht in den Museumsgarten zu stellen, sondern sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Der beliebte und stark frequentierte Elias-Holl-Platz mitten im Zentrum der Stadt hinter dem Rathaus war der neue Wunschort, dem die Stadtverwaltung durch den engagierten Einsatz des Stiftungsvorstands und die Erfüllung einiger Auflagen auch zustimmte.
Innerhalb von 3 Wochen im August 2021 baute Martin Steinert seine Skulptur aus 2000 lfm Holzlatten.

Anette Urban und Wolfgang Reichert gaben dem Skulpturenprojekt den Titel ‚like a shell of a nut‘ der sich nicht nur auf die Form der Skulptur bezieht.
‚say it in a nutshell‘ ist ein englisches Sprichwort, mit dem man jemanden auffordert, etwas kurz zu formulieren, es auf den Punkt zu bringen. Somit ist der Titel auch eine Anlehnung an Steinerts internationales Kunstprojekt ‚wooden cloud‘ bei dem in den Zentren internatinaler Metropolen temporäre Skulpturen entstehen, auf die Passanten ihre Wünsche, Gedanken und Botschaften schreiben können.
Damit ist die Skulptur in Augsburg zu einer Sonderausgabe der worden cloud geworden und zu einer Monentaufnahme der Befindlichkeit der Augsburger Bevölkerung.

Die Kugel / Wintringer Hof

Im Frühjahr 2021 baute Martin Steinert eine Kugel an der Wintringer Kapelle

Unter dem Titel [VER]WANDLUNG – Weltenkreis Erde widmet sich im UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau (Deutschland/Europa) aktuell ein Kunstprojekt dem anstehenden ethischen und ökologischen Wandel innerhalb der Weltgemeinschaft. Dabei thematisiert die Sprache der Kunst und der Poesie die Vision eines partizipativen Transformationsprozesses zugunsten einer besseren Welt. Das weltweite Netzwerk der Biosphärenreservate wird in diesem künstlerischen Akt im Jahr des 50. Jubiläums des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ unmittelbar integriert.

Eine hölzerne Skulptur des Bildhauers Martin Steinert liefert dazu die Bilder. Das Kunstwerk entstand in den Resten einer mittelalterlichen Klosterkirche. Dieses Refugium ist in die Hoffläche eines biologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebs, dem „Wintringer Hof“, eingebettet und wirbt in der Gegenwart mit Kunstprojekten im UNESCOBiosphärenreservat Bliesgau für nachhaltiges Denken und Handeln [www.kulturort-wintringer-kapelle.de].

Vor Ort formte der Bildhauer durch das Ineinanderfügen und Verweben von Segmenten aus regionalem Holz eine überdimensionierte Kugel zu einem „Weltenkreis Erde“. Diese Technik verbildlicht in hohem Maße die Interaktion von unzähligen menschlichen Sichtweisen und Vorstellungen bei der Gestaltung von Lebensräumen und Zukunft. Durch die sukzessive Verbindung der Hölzer verwandelt sich das Geflecht zunehmend zum „Weltenkreis Erde“, dessen Statik auf der gemeinsamen Verantwortung jedes Einzelnen für das Ganze beruht. Im Entstehungsprozess der Skulptur wurden, unter der Beteiligung von vielen Menschen vor Ort, 714 grün eingefärbte Holzsegmente eingefügt. Sie symbolisieren jeweils eines der 714 weltweit bestehenden UNESCO-Biosphärenreservate.

wooden cloud / Tirana

Im Oktober 2020 entstand in Tirana, der Hauptstadt Albaniens die 7. wooden cloud.

Initiiert hat das Projekt Prof. Genc Mulliqi, Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Tirana. Wir haben uns 2017 bei einer gemeinsamen Ausstellung in Perugia kennengelernt. Auf seine Anregung hin hat mich die Deutsche Botschaft eingeladen und beauftragt, die wooden cloud Tirana als Teil der ,Deutschen Woche‘ nach dem 3. Oktober in der Innenstadt zu bauen. Im Februar 2020 war ich für fünf Tage in die Stadt gereist, um mit der Deutschen Botschaft, der Stadt Tirana und Genc Mulliqi einen geeigneten Standort für die wooden cloud zu finden. Am 5.Oktober kam ich für drei Wochen nach Tirana, um das Projekt zu realisieren.

wooden cloud auf dem Skanderberg-Platz
… und am Abend

Momentaufnahmen vom Skanderbeg-Platz

Fotos aus dem Beitrag des albanischen Fernsehens (YouTube-Video) vom 19.10.2020

Im Herbst 2020 entsteht in Tirana die siebte wooden cloud.

Kurz vor Baubeginn ist der Stadtrat von Tirana dem Bürgermeister gefolgt und hat den A-Entwurf für die wooden cloud genehmigt. Am Mittwochmorgen, dem 7. Oktober, geht‘s auf dem Skanderbeg-Platz los, er ist das Herz der Stadt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Tirana, mit Professor Genc Mulliqi und der Akademie der Künste in Tirana und ich freue mich, dass Marija Kiefer wieder dabei ist.

Geplantes Modell der cloud Tirana

wooden cloud / Prag

Buch: WOODEN CLOUD Prag 2020

Das Cover zum Buch: wooden cloud, Prag, 2020 (Erhältlich im KuBa, Saarbrücken)

Text von Goethe-Institut in Prag

Welche Wünsche bewegen uns und unsere Mitmenschen? Was ist Antrieb für Veränderungen und gesellschaftlichen Wandel? Was braucht es, um diese Hoffnungen und Träume Wirklichkeit werden zu lassen?
Mit seinem Kunstwerk ‚wooden cloud‘ stellt sich Martin Steinert genau diesen Fragen. Er tritt an sein Publikum heran und lädt es auf eine besondere Art und Weise ein, seine Gedanken und Wünsche zu teilen. So werden die Passanten selbst Teil der ‚wooden cloud‘, einer aus Holz bestehenden Kunstinstallation im öffentlichen Raum, die von Station zu Station unterschiedliche Formen annimmt.
Martin Steinert hat sich mit seinem Vorhaben einer ‚wooden cloud‘ für Prag an das Goethe-Institut Tschechien gewandt und die Entscheidung ist uns nicht schwer gefallen: Sehr gerne wollten wir die Kunstinstallation unterstützen und luden den Saarbrücker Bildhauer für die Realisierung seiner Idee auf eine dreiwöchige Residenz im Sommer 2020 nach Prag ein.
Residenzen sind für das Goethe-Institut als weltweit tätiges Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland ein wichtiges Förderinstrument der künstlerischen Mobilität, der Vernetzung und des Kulturtransfers. Es öffnet damit einen Raum für neue Perspektiven. Schließlich kann es besonders inspirierend sein, künstlerische Arbeiten an ganz spezifischen Orten zu verankern und darüber hinaus in einem anderen Land nachhaltige Arbeitskontakte aufzubauen.
Wichtig für die Realisierung der Installation in Prag war nicht zuletzt ein verlässlicher Partner, den wir in den Organisatoren des sculptureline-Festivals gefunden haben. Dank ihrer Unterstützung und ihren erfolgreichen Gesprächen mit den zuständigen Behörden konnte die ‚wooden cloud‘ in Form eines Bootes auf dem Smetanovo nábřeží direkt im Prager Stadtzentrum und unweit vom Moldauufer entstehen. Auch etwas Glück gehörte in einem ansonsten von der Pandemie geprägten Jahr dazu und so erlaubten die Sommermonate den Aufenthalt unseres Gasts in Tschechien und dessen Arbeit im öffentlichen Raum.
Den Namen ‚wooden cloud‘ trägt das Kunstwerk, weil es „wie eine Wolke von einem Ort zum anderen zieht, sich eine Zeit lang dort niederlässt … und dann kommt der Wind und trägt sie weiter“ (Martin Steinert, Prag 2020). Wir bedanken uns für die schöne und angenehme Zusammenarbeit und wünschen Martin Steinert und seinem Team gute Winde für noch viele weitere Orte, an denen die ‚Wolke‘ für eine gewisse Zeit verweilen kann.

Im Sommer 2020 ist in Prag die sechste wooden cloud entstanden.

© Videobeitrag vom Goethe-Institut Prag

1800 m Holzlatten, 6000 Schrauben – fertig. Ein Boot. 16m lang und 4 m hoch. Auf einer Straße, die entlang der Moldau führt.

wooden cloud / Prag / Memorial of Silence

Bei der Suche nach einem dauerhaften Standort entstand irgendwann die Idee, es zur ‚Bubny Railway Station‘ zu bringen und es dort zu einem Teil des ‚Memorial of Silence‘ zu machen. Von dem Bubny Bahnhof aus wurden während der Nazi-Diktatur Tschechische Juden mit Zügen in die Ghettos und Vernichtungslager gebracht.
In den letzten Jahren ist dieser Bahnhof zu einem Ort der Erinnerung und Aufarbeitung geworden, zu dem Memorial of Silence. Auf dem Vorplatz des Bahnhofs gibt es eine Skulptur aus Eisenbahnschienen und -Schwellen, einem Stück Schienenstrang, das 10 – 12 Meter hoch in den Himmel ragt. Mit Kranfahrzeug, Tieflader und Begleitfahrzeugen ist das Boot am 24. November quer durch Prag zum Bubny Bahnhof transportiert worden, wo man es auf einer Rasenfläche neben dem Denkmal abgelegt hat. Am Tag darauf, dem 25. November war es Kulisse der Festlichkeiten und einer Filmdokumentation zum 80. Jahrestag der ,Patria-Katastrophe‘ , bei der 27O jüdische Flüchlinge, viele davon aus Prag, bei einer Explosion auf dem im Hafen von Haifa liegenden Ozandampfers ‚Patria‘ ums Leben kamen.
Das Boot, die ‚wooden cloud – Prag‘, hat unerwartet und nie geplant eine völlig neue Bedeutung erhalten und eine ehrenvolle und verantwortungsschwere Aufgabe übernommen.

© Film von sculpture line, 2020

Das Smetana-Ufer ist normalerweise eine vierspurige Hauptstraße am Übergang von der Neustadt zur Altstadt mit zwei Trambahn-Spuren in der Mitte.
Wegen der Corona Pandemie hat man sie von der Kreuzung Most Legií, Národní und Smetana-Ufer an, von der Altstadt kommend, zur Einbahnstraße gemacht, um einen Fahrstreifen abzutrennen und für die Aussenbestuhlung zweier Restaurants und dem Smetana-Café zu nutzen.
Eine Maßnahme zur Unterstützung der Corona gebeutelten Gastronomie der Stadt, deren verkehrsberuhigender Effekt die Entscheidung unterstützte, das Boot genau dorthin zu stellen, hatte man mir gesagt.

Textauszug aus dem Fotobuch „wooden cloud – Prag 2020“

Fotoband: wooden cloud / Ramallah

Sommer, 2019, Ramallah, Westbank
„Ramallah ist die sicherste Stadt der Welt.“ Das hat die Mitarbeiterin einer internationalen Institution zu einer deutschen Journalistin gesagt, die für ein paar Tage nach Ramallah gekommen war, um über unser Projekt zu berichten.
Marija, Mathilde, André und ich waren mit ihr abends im Garage, einem internationalen Hotspot, einer Bar, in der sich Mitarbeiter der vielen in der Stadt ansässigen Institutionen abends treffen. Engländer, Spanier, Skandinavier, US-Amerikaner, Kanadier, zählte mir der Wirt im Garage stolz auf. Auch Deutsche trifft man hier. Eine große internationale Familie, so kommt es einem vor. Jeder scheint jeden zu kennen. An den ersten beiden Abenden sind wir die einzigen, die bei jeder Bestellung direkt bezahlen müssen. Ein Misstrauen, das nicht so recht hierher passt und uns ein wenig kränkt. Am dritten Abend hebt der Kellner abwehrend die Hand, als wir unsere Getränke direkt bezahlen wollen. Nun gehören wir dazu. Im Garage gibt es aus der durch eine Glaswand einsehbaren Küchenecke ein halbes Dutzend einfache aber sehr leckere Gerichte, es gibt dänisches Bier und französischen Wein. Man kann hier leicht vergessen, dass man in einer muslimisch geprägten Stadt ist. Es läuft Musik aus den internationalen Charts im Wechsel mit orientalischen Melodien und arabischem Elektropop. Die Männer, auch die muslimischen, haben kurze Hosen an und Flipflops, die Frauen beinfreie Röcke und Träger-T-Shirts, auch die, die ein Kopftuch tragen.

Text aus Ramallah-Story, 2020, erschienen mit dem Fotoband wooden cloud – Ramallah. Das Buch (inkl. Text-Broschüre) kann per eMail oder im KuBa am Euro-Bahnhof erworben werden.

Fotoband zur wooden cloud – Ramallah

Mensch – Heil oder Dorn der Schöpfung / Auersmacher

Vernissage

Vor Eröffnung der Passionsspiele 2020 in Auersmacher am 7. März findet am Freitag, 14. Februar um 19:00 Uhr die Vernissage zu dem Kunstwerk von Martin Steinert und François Schwamborn in der Kirche Maria Heimsuchung statt.

Zum Beitrag Mensch – Heil oder Dorn der Schöpfung

Das Begleitheft zur Ausstellung folgt demnächst hier als PDF-Download.

Mensch – Heil oder Dorn der Schöpfung / Auersmacher

Anlässlich der Passionsspiele 2020 in Auersmacher entstand ein Kunstwerk von Martin Steinert und François Schwamborn in der Kirche Maria Heimsuchung.

2018 wurde die Schauspielgruppe „junge bühne auersmacher“ gemeinsam mit dem Bildhauer Martin Steinert mit dem Kulturpreis des Regionalverbandes Saarbrücken ausgezeichnet.

Die Vergabe des Kulturpreises setzt einen Schwerpunkt auf engagierte Kunst in Zusammenhang mit gesellschafts-relevanten Themen. Der Kunstpreis war seitens des Regionalverbandes Saarbrücken mit einer Einladung zur Realisierung eines kooperativen Kunstprojektes der beiden Preisträger verbunden, dass der Intension des Kulturpreises Rechnung trägt.


Auf Initiative der Regionalentwicklung des Regionalverbandes Saarbrücken entstand im Austausch mit den Künstlern die Idee zu einem gemeinsamen Kunstprojekt anlässlich der Passionsspiele Auersmacher 2020. Ziel war das Experiment einer konkreten Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern als Prozessgestalter einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten regionalen Entwicklung. Kleinblittersdorf mit dem Ortsteil Auersmacher gehört zum UNESCO-Biosphärenreservate Bliesgau. Das Kunstprojekt versteht sich als Inspirationsquelle und DenkBild für ein ökologisch und ethisch tragfähigeres Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Die zugrundeliegende Idee dazu ist prozessorientiert auf Austausch und Vernetzung unterschiedlichster Orte, Menschen und Institutionen ausgerichtet. Dabei werden auch Aspekte der gegenwärtigen Rolle von Religion, Kirche als Bindeglied für Bildung nachhaltiger Entwicklung innerhalb der Gesellschaft und sakraler Raum als Ort des Übergangs und des Rückzugs zum Thema.
Mit dieser Intension wird die Inszenierung der Passionsspiele Auersmacher 2020 der „jungen bühne auersmacher“ durch ein gemeinsames Kunstwerk des Bildhauers Martin Steinert und des Lichtkünstlers François Schwamborn erweitert.